Inhaltsverzeichnis
Glossar
Die wichtigsten Fachbegriffe aus MuSéa — in der Reihenfolge, in der sie Ihnen im Handbuch begegnen. Audiotechnisches ist bewusst knapp und alltagsnah erklärt.
- Bit-Perfect
- Der Audiostrom erreicht das Ausgabegerät bit-genau unverändert — ohne Lautstärke-Skalierung, System-Mixer oder DSP. Voraussetzung: Exklusiv-Modus und Lautstärke auf 100 %.
- WASAPI / ASIO
- Zwei Wege, wie Windows-Programme an ein Audiogerät ausgeben. WASAPI ist der Windows-eigene Pfad; ASIO ist ein latenzarmer Treiber-Pfad des Geräteherstellers.
- Shared- / Exklusiv-Modus
- Shared teilt das Gerät über den Windows-Mixer mit anderen Programmen (kein Bit-Perfect). Exklusiv gibt MuSéa das Gerät allein — Voraussetzung für bit-perfekte Wiedergabe.
- Puffer (Buffer)
- Zwischenspeicher zwischen Programm und Gerät. Klein = niedrige Latenz, groß = mehr Stabilität gegen Aussetzer.
- Abtastrate (Samplerate)
- Wie oft pro Sekunde das Signal digital erfasst ist (z. B. 44,1 kHz, 96 kHz). Höher = mehr darstellbare Frequenzen.
- Bittiefe
- Auflösung je Abtastwert (z. B. 16 oder 24 bit). Mehr Bits = größerer Dynamikumfang, geringeres Grundrauschen.
- Nyquist-Frequenz
- Die halbe Abtastrate — die höchste Frequenz, die eine Aufnahme physikalisch enthalten kann (bei 44,1 kHz also ~22 kHz).
- Hi-Res
- Hochauflösend: mindestens 24 bit und ≥ 88,2 kHz Abtastrate.
- Upsampling
- Exaktes Hochrechnen der Ausgabe auf eine höhere Abtastrate (nie herunter). Fügt keine echten Informationen hinzu.
- DSD / DoP
- Ein hochauflösendes 1-Bit-Audioformat (DSD) und das Verfahren, es bit-exakt über einen PCM-Pfad zu übertragen (DSD over PCM). Nur mit DoP-fähigem DAC.
- Aufwärmzeit (Warmup)
- Kurze Stille vor dem ersten Titel, damit DAC oder Receiver einrasten, bevor die Musik beginnt — verhindert verschluckte Liedanfänge.
- Signal-Abzeichen
- Die Anzeige unter dem laufenden Titel: zeigt, ob der Ausgabepfad Bit-Perfect, Resampling, DSD (DoP), Shared oder DSP-Modus (EQ/Aura aktiv) ist.
- Mediathek
- MuSéas durchsuchbare Sammlung aller eingelesenen Titel in einer lokalen Datenbank.
- Achse
- Die Gruppierung der Bibliotheksansicht: Alben, Interpreten, Genres oder Titel.
- Favoriten
- Als Favorit markierte Titel; über die Seitenleiste als reine Liste schnell erreichbar.
- DB-Cover / Datei-Cover
- Ein Titelbild kann in der Datei stecken (Datei-Cover) oder von Ihnen in MuSéas Datenbank gesetzt sein (DB-Cover); das DB-Cover hat Vorrang.
- Thumbnail-Cache
- Zwischenspeicher der verkleinerten Titelbilder (
thumbs.db); lässt sich leeren, die Kacheln werden dann neu erzeugt. - Parallelität
- Wie viele Prozessorkerne den Import gleichzeitig lesen. Mehr Kerne = schnellerer Scan.
- Visualisierung
- Echtzeit-Darstellung des Klangs in der Wiedergabe-Mitte: Oszilloskop, Balken- oder Radial-Spektrum, Spektrogramm oder Goniometer.
- Goniometer
- Darstellung des Stereobilds als Phasenfigur — zeigt, wie breit und phasenrichtig das Signal ist.
- Spektrogramm
- Laufende Darstellung der Frequenzverteilung über die Zeit.
- Waveform / Zackenlinie
- Zwei Stile der Fortschrittsanzeige: die echte Wellenform des Titels (Ruhestellen sichtbar) oder eine stilisierte Zackenlinie.
- Playliste / Nebel
- Eine eigene Titelzusammenstellung; in der Galaxie erscheint jede Playliste als leuchtender Nebel.
- Galaxie
- Spielerische Sicht auf die Playlisten als Nebel im Sternenfeld; Verbindungen legen die Abspielfolge fest.
- Equalizer (EQ)
- Werkzeug zum Anheben/Absenken von Frequenzbereichen — parametrisch mit 5, 7 oder 10 Bändern. Aktiv ist der Pfad kein Bit-Perfect mehr.
- Band
- Ein einzelner Filterpunkt des Equalizers (Frequenz, Verstärkung, Güte/Q), direkt in der Kurve ziehbar.
- PEQ-Profil
- Parametrisches Korrekturprofil (AutoEq/oratory1990), das einen bestimmten Kopfhörer automatisch entzerrt.
- Linear-Phase / Minimum-Phase
- Zwei Filter-Betriebsarten des EQ: phasenrein mit etwas Latenz (linear) bzw. latenzfrei (minimum).
- Auto-Gain
- Zieht die EQ-Kurve automatisch unter 0 dB und verhindert so Übersteuern (Clipping).
- Analyzer
- Einblendbare Spektrum- und Pegelanzeige im Equalizer.
- Klangregler
- Globale Regler für Bass, Mitten und Höhen (±12 dB), zusätzlich zu den EQ-Bändern.
- Pre-Gain (Reserve)
- Vorpegel auf das EQ-Signal, um Reserve gegen Clipping zu schaffen (0 dB = neutral).
- Crossfeed
- Mischt bei Kopfhörern etwas vom jeweils anderen Kanal bei und mildert die harte Links/Rechts-Trennung (0 % = aus).
- Faltung (Convolution) / Impulsantwort
- Anwendung eines FIR-Filters (WAV- oder Textdatei), z. B. zur Raumkorrektur; passt die Filterrate bei Bedarf an die Wiedergaberate an.
- Aura
- MuSéas Klangmodus: Rekonstruktionsfilter-Bank mit Oversampling, Noise-Shaping und optionalem Glow; ersetzt das normale Upsampling und ist unabhängig vom EQ.
- Klangfarbe
- Auras Grundcharakter: Klassisch (neutral), Sanft, Warm oder Kristall — jeweils ein anderer Rekonstruktionsfilter.
- Glow
- Auras optionaler, sehr dezenter warmer Oberton (analoger Schimmer).
- Oversampling / Noise-Shaping
- Aura rechnet intern mit erhöhter Rate (Oversampling) und verlagert Quantisierungsrauschen in unhörbare Bereiche (Noise-Shaping).
- Metadaten (Tags)
- In der Datei gespeicherte Angaben wie Titel, Interpret, Album, Jahr oder Cover.
- Tracknummern-Assistent
- Vergibt Track- und Disc-Nummern einer ganzen Auswahl automatisch (Startwert, führende Nullen, „von N", neue Disc je Ordner/Album).
- Compilation
- Kennzeichnung für Sampler mit wechselnden Interpreten, damit sie als ein Album gruppiert bleiben.
- ReplayGain
- In der Datei hinterlegte Lautheits-Information; MuSéa lässt solche Spezial-Tags beim Schreiben unangetastet.
- SoundRay
- Analyse des echten Frequenzgangs eines Titels; stellt die deklarierte der gemessenen Qualität gegenüber.
- Transkodierung
- Umwandlung aus einer verlustbehafteten Quelle (MP3/AAC) in einen verlustfreien Container — SoundRay erkennt die verräterische Bandbegrenzung.
- Bit-Padding
- Eine Datei ist als 24 bit deklariert, nutzt effektiv aber nur ~16 bit — die Bittiefe ist „aufgefüllt".
- Brickwall
- Scharfe, senkrechte Bandgrenze im Spektrum; typisch für verlustbehaftete Codecs.
- Hardware-ID
- Kennung dieses PCs, an die eine Lizenz gebunden wird.
- Confirmation- / Reaktivierungs-Code
- Die beiden Codes eines Lizenz-Umzugs: auf dem alten PC freigeben (Confirmation), auf dem neuen aktivieren (Reaktivierung).
- Lizenz-Center
- Der Dialog für Lizenzstatus, Hardware-Bindung und den Umzug auf einen neuen PC.
- Demomodus (Evaluierung)
- Betrieb ohne Volllizenz mit Einschränkungen (z. B. 10-Sekunden-Vorschau, Speichern deaktiviert).
- .symbackup
- MuSéas Sicherungsdatei — Bibliothek und Cover-Cache in einem Archiv.